Chronik

Im Herbst 1971 kam in den Reihen des Kirchenchores Obing der Wunsch auf, sich von Zeit zu Zeit zu einem geselligen Singen zu treffen.

Frau Leni Müller und Herr Matthias Dietl warben bis zum ersten Liederabend noch mehrere Damen und Herren der früheren LIEDERTAFEL für diese SINGGEMEINSCHAFT, die nun schon 48 Köpfe zählte; bald schloss sich auch der größere Teil des Albertaicher Kirchenchores an, so dass es 57 Leute wurden.”

So ist auf der 1. Seite der Chronik der “Geselligen Singgemeinschaft” zu lesen.

Im Jahre 1973 war der Chor bereits so weit, dass er einen “Bunten Abend” aufführen konnte – es waren schon 72 Mitwirkende. Auch ein Adventssingen veranstaltete der Chor in diesem Jahr.

“Bunte Abende”, die bei der Bevölkerung immer gut ankamen, folgten auch in den darauffolgenden Jahren 1974, 75 und 76. Rektor Dietl verstand es, jedesmal ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen, bei dem auch die Theatergruppe des TV-Obing und das Akkordeonorchester Reininger mitwirkten.

Eine schwere Krankheit zwang Rektor Dietl, den Dirigentenstab aus der Hand zu legen. Er übertrug im Frühjahr 1977 Herrn Georg Ott die Leitung des Chores.

Rektor Dietl verstarb im Mai 1977. Er wird uns allen in bester Erinnerung bleiben.

Nach den Sommerferien konnte wieder regelmäßig mit den Proben begonnen werden. Das Ziel war ein Adventssingen in der Pfarrkirche.

Viele Chormitglieder nahmen den Dirigentenwechsel zum Anlass, aus der Singgemeinschaft auszuscheiden. So mussten neue Stimmen geworben werden.

Der Erfolg des ersten Adventssingens eiferte die Sängerschar an, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumachen und so wurde für das Frühjahr 1978 ein Frühlingssingen geplant.

Es wurde zur festen Einrichtung, eine Aufführung im Frühjahr und eine im Spätherbst zu veranstalten.

In der Fastenzeit 1980 wagte sich die Singgemeinschaft zum ersten Mal auch an ein Passionssingen.

Die Mitglieder der Singgemeinschaft treffen sich, weil sie Spaß am Singen haben.

Selbstverständlich verlangt dieser “Spaß am Singen” Opferbereitschaft von jedem Mitglied. Denn wer hat in unserer Zeit noch Interesse und Lust, sich wöchentlich zu einem festgesetzten Termin und für eine bestimmte Zeit mit anderen Gleichgesinnten zu treffen?

Im Jahre 1981 wurde beschlossen, einen Vorstand zu gründen und so wurde Margit Wurmannstätter zur 1. Vorsitzenden der Singgemeinschaft gewählt. Dieses Amt bekleidete sie bis zum Jahre 1994 als sie den Vorsitz aus persönlichen Gründen aufgab und Annemarie Egner von da an bis 2002 dem Verein vorstand.

Im Jahre 1994 wurde die Singgemeinschaft als gemeinnütziger Verein anerkannt und konnte sich von da ab „eingetragener Verein“ nennen.

Ebenfalls 1994 gab Georg Ott die musikalische Leitung des Vereins aus beruflichen Gründen ab.

Hans Bruckner führte dieses Amt nun bis 1996 und Gerhard Hespelt übernahm anschließend die Chorleitung bis 2000; Martin Egner konnte von 2000 bis 2002 und der Sangeskollege Martin Mauerer von 2002 bis 2004 als Dirigenten gewonnen werden.

2004 ist es der Singgemeinschaft Obing e.V. gelungen, erneut Georg Ott für die Chorleitung zu begeistern, der dieses Amt bis heute bekleidet.

2002 wurde Margit Wurmannstätter von den Mitgliedern erneut zur 1. Vorsitzenden gewählt und führt seither die Geschäfte des Vereines.

Seit dem 1.01.1984 ist die Singgemeinschaft Mitglied im Chiemgau – Sängerkreis. Diese Mitgliedschaft wurde in den Jahren 2002 bis 2005 aufgrund fehlender aktiver Sänger unterbrochen.

In den vergangenen Jahren hat die Singgemeinschaft verschiedene Konzerte veranstaltet.

Frühlingssingen, Bunte Abende standen ebenso auf dem Programm wie die in der Pfarrkirche in Obing veranstalteten Mariensingen, Passionssingen oder das seit 1977 zur Tradition gewordene Adventssingen.

Des Weiteren nahm die Singgemeinschaft an unzähligen Aktivitäten teil, zu denen verschiedene Kreissingen ebenso zählen wie z.B. Mariensingen und Adventssingen in Nürnberg.

Dass auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommt zeigen die zahlreichen Vereinsausflüge sowie das inzwischen regelmäßig veranstaltete Sommerfest.

Nicht zu vergessen ist hier auch die regelmäßige Teilnahme am „Obinger Dorffest“.

Den vielen helfenden Mitgliedern ist hier besonders zu danken. Trägt doch der erwirtschaftete Reinerlös nicht unwesentlich zum Erhalt des Vereines bei.

 

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