Presse Archiv 2007

Schönes Programm zum Jubiläum

30 Jahre Adventssingen in Obing - Klassisches Liedgut, Volksmusik und "ein Hauch von Konzertsaal"

Obing (ig). Seit dem Jahr 1977 bietet die Singgemeinschaft jenen Obingern, die eine Pause von der Hektik der Vorweihnachtszeit brauchen, durch ihr jährliches Adventssingen in der Kirche Momente des Innehaltens und Nachdenkens. Zum 30-jährigen Bestehen präsentierte sich diese Veranstaltung als eine Institution, die nichts von ihrer Lebendigkeit verloren hat.


Dabei gelingt es jedes Jahr wieder, die Zuhörer auf die Feier der Geburt Christi einzustimmen. In lieb gewordener Tradition wurde der Chor der Singgemeinschaft von Instrumentalisten und Gruppen aus dem Gemeindegebiet unterstützt. Klassisches Liedgut und Stücke von Komponisten aus unterschiedlichen Epochen wechselten ab mit Volksmusikalischem. Die Volksmusikstücke wurden gekonnt dargeboten von den "Albertaicher Dirndln" Katharina und Magdalena Mauerer sowie Lisa und Maria Schausbreitner, der Stubnmusi mit Vroni Englhauser, Hartl Fußstätter, Georg Hingerl, Lisa Ruschil und Resi Schachner und der "ZwieveMusi" mit Stefanie Falter und Katharina Mauerer an der Harfe und Magdalena Mauerer und Janina Rothbucher am Hackbrett.

Sabine Pürner mit ihrer Querflöte und Hildegard Zeltsperger an der Harfe verbreiteten einen Hauch von Konzertsaal in der Obinger Pfarrkirche. Amerikanische Klänge brachte die Obinger Jugendblaskapelle unter der Leitung von Korbinian Stettwieser ein.

Ein besonderes Schmankerl war der Dreigesang aus den Reihen der Singgemeinschaft: Rudi Gruber, Maria Hundseder und Elisabeth Pürner zeigten mit "A alte Prophezeiung", "Vor mir brauchst di net fürchten" und "Nacht'n spat", dass bayerische Lieder zur Weihnacht in ihrer Bildhaftigkeit besonders gut geeignet sind, die im Alltag verhafteten Menschen unserer Zeit an das Heilsgeschehen heranzuführen. Und sie bewiesen, dass sich in den Reihen der Singgemeinschaft auch solistische Fähigkeiten entfalten konnten.

Was wäre das Obinger Adventssingen ohne die eingestreuten Texte? Diesmal trat Chorleiter Georg Ott selbst ans Pult und sorgte dafür, dass die biblischen Texte im Mittelpunkt standen. Der Bezug zur Gegenwart blieb aber nicht aus. Wie beweist die christliche Gemeinschaft heute, dass sie tatsächlich die Kirche des Erlösers ist, durch theologische Gelehrtheit oder durch entsprechende Handlungen, fragte Ott.



Bericht im Trostberger Tagblatt vom 24.12.2007:
Fotos und Text: Dr. Inge Graichen

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